Berg-Ge(he)n

Elfer- und Zwölferköpfl

Auf den letzten Metern zum Zwölferköpfl

Die wichtigsten Gipfel des Estergebirges habe ich schon vor vielen Jahren bestiegen – und dann das Estergebirge oft links liegen gelassen. Dabei gibt es dort noch viele weitere, oft eher unbekannte Ziele, die es zu erkunden lohnt. An einem schönen Sommertag mache ich mich deshalb auf, dem Zwölferköpfl und dem benachbarten Elferköpfl erstmals einen Besuch abzustatten. Während das Zwölferköpfl eine gut erkennbare Erhebung im langgezogenen Mineckergrat darstellt und über weitgehend gute Steige erreichbar ist, fällt das Elferköpfl definitiv in die Kategorie Geheimtipp. Dieser kleine Fels ragt kaum über die umliegenden Bäume auf und wird im landschaftlich reizvollen Pustertal nur den wenigsten Besuchern ins Auge fallen.

Weiterlesen

Höllkopf

Die Westliche Griesspitze erhebt sich gewaltig steil über dem Inntal

Die Südseite der Mieminger Kette stellt für mich bisher eine weitgehende terra ignota dar. Zwar habe ich schon einmal von der Hohen Munde einen Blick auf die Südseite werfen können, weitere Touren auf der Südflanke habe ich allerdings noch nicht unternehmen können. Das hat viel damit zu tun, dass die Anstiege aus dem Inntal zu den Gipfeln überaus lang und zumeist nicht ganz einfach sind. Auch sind die Ausgangspunkte dieser Touren aus dem Raum München nur vergleichsweise aufwendig zu erreichen sind. Neben der schon erwähnten Hohen Munde bieten sich als günstige Alternative dabei vor allem die Gipfel rund um das im Westen der Gruppe gelegenen Marienbergjoch an. Und genau dorthin führt mich meine heutige Tour!

Weiterlesen

Fast bis zum Kirchbachkreuz

Zum Kirchbachkreuz scheint es nur ein Katzensprung zu sein

Naturns ist natürlich ein schöner Ferienort, bringt aber auch einen kleinen Nachteil mit sich: für meinen familienfreien Tag gibt’s nur wenige in Frage kommende Gipfelziele. Schließlich habe ich die im Süden gelegenen Gipfel rund um die Naturnser Hochwart schon vor einigen Jahren von der Ultner Seite aus bestiegen. Unmittelbar nördlich von Naturns erhebt sich schon steil und abweisend die Texelgruppe mit Gipfelhöhen um die 3.000 Metern. Ich entscheide mich schließlich für den direkten Anstieg von Süden auf das Kirchbachkreuz, dem Naturnser Hausberg, und kann dabei ausnahmsweise auf ein wenig Seilbahnunterstützung setzen.

Weiterlesen

Tour des Monats 06/2025: Simetsberg

Der Simetsberg ist ein ausgezeichneter Aussichtsgipfel

Der kegelförmige Simetsberg erhebt sich zwar direkt neben dem Walchensee, bleibt aber vom dortigen Ausflugsrummel bislang verschont. Ein Geheimtipp ist seine Besteigung per se dennoch längst nicht mehr. Wer aber die üblichen Steige nur im Aufstieg begeht, kann mit überaus selten begangenen Überschreitung nach Eschenlohe ganz in die Natur eintauchen. Dafür braucht’s natürlich ein wenig mehr Zeit und eine gehörige Portion Orientierungsvermögen. Aber es lohnt sich!

Weiterlesen

Höhenberg

Blick vom Kleinen Paradies zum Großen und Kleinen Laber

Der Höhenberg ist gar nicht so hoch, wie sein Name vermuten lässt. Eigentlich handelt es sich dabei auch eher um einen bescheidenen Höhenrücken, der das Loisachtal zwischen Oberau und Eschenlohe spürbar verengt. Viele Münchner kennen sicherlich den Höhenberg, denn an seinen nördlichen Ausläufern endet (noch) die Autobahn in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Also ist der Höhenberg mehr Hindernis als Tourenziel? Ein schöner Wintertag ist natürlich der richtige Anlass, dieser Frage einmal nachzugehen!

Weiterlesen

Über die Osterfeuerspitze zum Ölrain

Das Loisachtal wirkt von der Osterfeuerspitze friedlich und ruhig

Dem Estergebirge vorgelagert ist die Eckleiten, ein nahezu einsamer, bewaldeter Höhenrücken. Zwar ist der Dörnröschenschlaf um sein südliches Ende, der Osterfeuerspitze, in den letzten Jahren bereits zu Ende gegangen, dennoch gibt’s mit dem Ölrain immer noch einen an Stille, Ruhe und Einsamkeit kaum zu übertreffenden Gipfel am anderen Ende. Meine letzte Begehung ist auch schon wieder sieben Jahre her – Zeit, noch einmal auf sowohl Ölrain als auch dem benachbarten (Ohlstädter) Hirschberg vorbeizuschauen.

Weiterlesen

Überschreitung der Bleispitze

Blick von der Bleispitze in die Lechtaler Alpen

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr steige ich in Lähn morgens aus dem Zug. Nachdem ich zwei Monate zuvor das Pitzenegg im Danielkamm bestiegen habe, nehme ich heute den Weg über das Gartnerjoch zur Bleispitze auf der anderen Talseite unter die Füße. Für den Abstieg habe ich mir die steile Gratwanderung über das Mähbergjoch vorgenommen. Diese ist in den meisten Karten nicht mehr verzeichnet und auf Markierungen sollte man auch nicht hoffen. Ich bin gespannt, was mich erwartet!

Weiterlesen

Tour des Monats 12/2023: Von Bad Endorf nach Rosenheim

Von Bad Endorf nach Rosenheim entlang des Simssees

Die meisten oberbayerischen Seen werden an schönen Wochenenden von Münchnern überrannt. Nicht alle, denn der gar nicht mal so kleine Simssee ist weiterhin fast nur Einheimischen bekannt und bietet ganz besonders im Winterhalbjahr eine wunderbare Einsamkeit. Obwohl die Bahnstrecke von München nach Salzburg für einige Kilometer direkt neben dem Simssee verläuft, gibt es dort leider keine Bahnhöfe. Aber das ist kein Problem, dann geht’s eben direkt von Bad Endorf nach Rosenheim – die zusätzlichen Kilometer fallen bei den schönen Panoramen sicherlich kaum ins Gewicht!

Weiterlesen

Pitzenegg

Der Grat vom Pitzenegg zur Kohlbergspitze ist (für mich zu) schwierig

Der ganze Danielkamm, ganz im Süden der Ammergauer Alpen, ist vergleichsweise ähnlich: Die Gipfelhöhen unterscheiden sich nur wenig, die Abbrüche nach Norden sind so gut wie unzugänglich und die Anstiege von Süden zwar sehr kurz, aber umso steiler. Zwischen Kohlbergspitze im Westen und dem Gipfelpaar Upsspitze und Daniel im Osten habe ich alle der einfach erreichbaren Gipfel im Laufe der Jahre bestiegen? Alle? Nein, nur ein letzter Gipfel, das Pitzenegg, steht noch auf der Liste der unerreichten Ziele!

Weiterlesen