Berg-Ge(he)n

Elfer- und Zwölferköpfl

Auf den letzten Metern zum Zwölferköpfl

Die wichtigsten Gipfel des Estergebirges habe ich schon vor vielen Jahren bestiegen – und dann das Estergebirge oft links liegen gelassen. Dabei gibt es dort noch viele weitere, oft eher unbekannte Ziele, die es zu erkunden lohnt. An einem schönen Sommertag mache ich mich deshalb auf, dem Zwölferköpfl und dem benachbarten Elferköpfl erstmals einen Besuch abzustatten. Während das Zwölferköpfl eine gut erkennbare Erhebung im langgezogenen Mineckergrat darstellt und über weitgehend gute Steige erreichbar ist, fällt das Elferköpfl definitiv in die Kategorie Geheimtipp. Dieser kleine Fels ragt kaum über die umliegenden Bäume auf und wird im landschaftlich reizvollen Pustertal nur den wenigsten Besuchern ins Auge fallen.

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Höllkopf

Die Westliche Griesspitze erhebt sich gewaltig steil über dem Inntal

Die Südseite der Mieminger Kette stellt für mich bisher eine weitgehende terra ignota dar. Zwar habe ich schon einmal von der Hohen Munde einen Blick auf die Südseite werfen können, weitere Touren auf der Südflanke habe ich allerdings noch nicht unternehmen können. Das hat viel damit zu tun, dass die Anstiege aus dem Inntal zu den Gipfeln überaus lang und zumeist nicht ganz einfach sind. Auch sind die Ausgangspunkte dieser Touren aus dem Raum München nur vergleichsweise aufwendig zu erreichen sind. Neben der schon erwähnten Hohen Munde bieten sich als günstige Alternative dabei vor allem die Gipfel rund um das im Westen der Gruppe gelegenen Marienbergjoch an. Und genau dorthin führt mich meine heutige Tour!

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Hirschbichel

Eine willkommene Bank mit Aussicht auf dem Weg zum Hirschbichel

Der Frühling ist in den Tälern bereits angekommen, auf den Gipfeln der Münchner Hausberge lässt er aber Mitte April noch ein wenig auf sich warten. Es sei denn, man steigt ausschließlich über die mittlerweile fast schneefreien Südflanken hoch und wieder hinunter. Allzu viele Ziele stehen dadurch allerdings nicht zur Auswahl, zumindest wenn man nicht die immer wieder gleichen Berge ansteuern möchte. Beim Durchstöbern der Karten fällt mir mal wieder der Hirschbichel am ein, den ich sogar erst einmal zuvor bestiegen habe. Dieser steht im Schatten seines berühmten Nachbarn, des Kramers, und bekommt typischerweise sehr wenig Besuch, selbst von mir. Und so steige ich an Gründonnerstag hinauf und sehe mal nach, wie grün die Wiesen oben am Hirschbichel schon sind!

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Im Winter zum Herzogstand

Großartige Winterstimmung am Herzogstand

Die beste Zeit, den Herzogstand zu besuchen, ist während der Revision der Seilbahn. Die zweitbeste Zeit sind die Wintermonate, zumindest wenn nicht allzu viel Schnee liegt. In allen Jahreszeiten gilt es natürlich, die Wochenenden zu meiden: der Herzogstand ist bei den Münchnern Dank seiner großartigen Lage einfach zu beliebt. Schließlich locken zur Nordseite die freien Ausblicke über den Kochelsee weit ins Voralpenland, nach Süden sind die Karwendelgipfel zum Greifen nah. Eine kaum zu überbietende Kombination, der ich – dieses Mal an einem Werktag während meiner Elternzeit – nach einigen Jahren mal wieder nachspüre!

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Thaneller

Tiefblick vom Thaneller nach Berwang

Die Bergsaison ist eigentlich bereits vorbei, als unerwartet Mitte November sich noch einmal schönes Bergwetter einstellt. Es sind sogar vergleichsweise hohe Temperaturen angekündigt, so dass ich mit dem Thaneller noch einmal ein für die Jahreszeit besonders hohes Gipfelziel ins Visier nehme. Zusammen mit dem südseitigen Aufstieg von Berwang sollte das einen so sonnig wie schönen Bergtag garantieren!

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Brünstelskopf

Vom Brünstelskopf geht der Blick ins Loisachtal, nach Oberau

Wer im späten Herbst Geburtstag hat, kennt es nur zu gut: schönes Wetter ist an diesem Tag eine Rarität. Umso schöner, wenn die Wettervorhersage ausnahmsweise einen wunderbaren Sonntag verspricht. Somit muss ich nicht einmal Urlaub nehmen – und bekomme sogar zu Hause bis zum nachmittäglichen Geburtstagskuchen frei. Eine kurze Bergtour ist also möglich!

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Tour des Monats 10/2025: Vorderer Drachenkopf

Blick vom Vorderen Drachenkopf über den Seebensee zur Zugspitze

Die Mieminger Kette bietet nur wenige einfach zu erreichende Gipfel: mal ist der Weg sehr lang, mal sind die Höhenmeter überaus zahlreich, mal die technischen Schwierigkeiten besonders hoch. Der Vordere Drachenkopf ist dabei eine der Ausnahmen, denn er hält alle Anforderungen in der Balance. Zwar schaden einschlägige alpine Erfahrung und Geschick keinesfalls, der Ausblick vom oft einsamen Gipfel entschädigt aber für alle Mühen im Auf- und Abstieg!

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Tour des Monats 06/2025: Simetsberg

Der Simetsberg ist ein ausgezeichneter Aussichtsgipfel

Der kegelförmige Simetsberg erhebt sich zwar direkt neben dem Walchensee, bleibt aber vom dortigen Ausflugsrummel bislang verschont. Ein Geheimtipp ist seine Besteigung per se dennoch längst nicht mehr. Wer aber die üblichen Steige nur im Aufstieg begeht, kann mit überaus selten begangenen Überschreitung nach Eschenlohe ganz in die Natur eintauchen. Dafür braucht’s natürlich ein wenig mehr Zeit und eine gehörige Portion Orientierungsvermögen. Aber es lohnt sich!

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Teufelstättkopf

Der Blick geht vom Teufelstättkopf über den Grat bis zu den Klammspitzen

Schon einige Male stand ich auf dem Teufelstättkopf. Mein bevorzugter Anstiegsweg führte dabei immer von Linderhof hinauf zum Pürschlinghaus und von dort auf ausgetretenen Pfaden weiter zum Gipfel. Den vom Teufelstättkopf spannend zu beobachtenden alternativen Aufstiegsweg über den langen, felsigen Nordost-Grat habe ich noch nie ausprobiert. Es wird also langsam Zeit, zur Abwechslung mal von Unterammergau hinauf zum Teufelstättkopf zu steigen. Allerdings nicht ohne den einen oder anderen Umweg über drei selten bestiegene Vorgipfel einzuplanen!

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