Berg-Ge(he)n

Bettlerkarspitze – eine erste Annäherung

Die Bettlerkarspitze besteht aus einem Gipfelpaar

Die letzten richtigen Karwendelgipfel finden sich in der Sonnjochgruppe, die das Karwendel und das nördlich vorgelagerte Vorkarwendel verbindet. Die Bettlerkarspitze gehört dazu und gilt als ernstzunehmender Gipfel. Zwar ist die Schlüsselstelle kurz unterhalb des Gipfels durch ein Fixseil und einen kürzlichen kleinen Bergsturz entschärft, es bleibt aber eine durchaus schwere Tour. Im Vorjahr habe ich noch sehnsuchtsvoll von Kompar und Plumsjoch hinüber zum markanten Felsengipfel geschaut und in den letzten Tagen zahlreiche Tourenbeschreibungen gelesen – und heute ist es dann auch schon soweit. Ich bin gespannt, was mich wirklich erwarten wird!

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Tour des Monats 09/2022: Südliche Riffelspitze

Der Steig zur Südlichen Riffelspitze führt an den Riffelköpfen vorbei

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, der Herbst beginnt bereits in den alpinen Lagen. Bestens im Training beginnt jetzt die schönste, aber auch beliebtestes Zeit in den Bergen. Wer jetzt ein ruhiges Bergziel sucht, wird mit der Südlichen Riffelspitze glücklich werden! Diese steht ganz im Schatten des Publikumsmagneten Zugspitze, bietet aber ebenfalls grandiose Tiefblicke zum Eibsee. Wer den Tiefblick scheut, kann stattdessen auch den Jubiläumsgrat genauer studieren oder die Gipfel der Ammergauer Alpen zählen.

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Ruchenköpfe

Ruchenköpfe und Rotwand

Das ganze Mangfallgebirge ist von mir bestiegen worden. Das ganze Mangfallgebirge? Nein, natürlich nicht. Ein paar kleinere oder abgelegene Gipfel habe ich noch nicht besucht. Und dann wären da noch die Ruchenköpfe. Eine abweisende Wand, ein Gipfel nur für Kletterer!? Viele Jahre bin ich um die Ruchenköpfe, immerhin zu den höchsten Erhebungen im Mangfallgebirge gehörend, herum gegangen und habe mich immer wieder geärgert, dass ich als Fußgänger dort nicht hinauf gelangen werde. Erst eine Recherche zeigte ganz neue Möglichkeiten auf: die Schnittlauchrinne wird sonst gerne als Abstieg nach der Kletterei genutzt. Und wo man runtergehen kann, geht’s auch rauf, oder?

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Tour des Monats 06/2022: Hoher Ziegspitz

Auf dem Weg zum Hohen Ziegspitz ist der Zugspitzblick ein steter Begleiter

Das Ammergebirge hält überraschend viele Wege und Gipfel bereit. Aber auch zu den Zeiten des 9 €-Tickets wird es am Bahnhof des verschlafenen Grenzorts Griesen wohl eher ruhig bleiben. Umso spannender ist die groß angelegte, zunächst einsame Überschreitung des Hohen Ziegspitz, die nach mehr als 20 km bis ins quirlige Garmisch-Partenkirchen führt. Neben der entsprechenden Kondition ist Orientierungsgabe notwendig: der erste Teil der Tour ist längst aus dem offiziellen Wegenetz entlassen worden. Trotz einiger Veröffentlichungen geht diese Überschreitung problemlos als Geheimtipp durch!

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Keine Schafe am Schafreiter

Blick vom Schafreiter über das Lichteck zum Sylvensteinspeicher

Die Erkundung des Vorkarwendels ist mein großer Schwerpunkt in diesem Bergjahr – es wird Zeit, nach einigen anderen schönen Zielen dorthin zurückzukehren. Zwar habe ich den zweithöchsten Gipfel dort, den Schafreiter, bereits vor einigen Jahren besucht, aber drei Anstiege auf diesen formschönen Berg kenne ich noch nicht. Zwei davon kombiniere ich heute zu einer nahezu einsamen Überschreitung aus dem Rißtal bis zum Sylvensteinspeicher.

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Freiungen-Höhenweg

Nach dem noch weitgehend gemütlichen ersten Tag wird der zweite Tag meiner Hüttentour in der Erlspitzgruppe fordernd werden: erst werde ich den Freiungen-Höhenweg begehen – und hoffe dann noch genügend Kraft und Zeit zu haben, die Erlspitze selbst über den Klettersteig am Westgrat besteigen zu können. Allerdings hat sich die Wettervorhersage etwas eingetrübt, möglicherweise ziehen im Laufe des Nachmittags Gewitter auf. Ein früher Start in der Nördlinger Hütte wird also nötig sein.

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Spannung am Steinfalk

Auf meinen Touren ins Karwendel habe ich schon oft zur beeindruckenden Falkengruppe hinübergeschaut: gerade die beiden höchsten Gipfel, Risser Falk und Laliderer Falk, sind mit ihren imposanten Strukturen von allen Seiten ein wahrer Blickfang – und leider ohne Kletterei nicht zu erreichen. Glücklicherweise gibt es mit dem Steinfalk einen deutlich einfacher zugänglichen Gipfel, den ich schon lange einmal besuchen wollte.

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Fast bis auf die Rappenklammspitze

Nach der kurzen und gemütlichen Tour über die Wilden Fräulein zum Jägerkamp am Vortag wird es zum Ausgleich wieder einmal Zeit, mit dem Bergsteigerbus in Richtung Karwendel zu fahren. Auch wenn ich mich Gipfel für Gipfel langsam vorarbeite, bleiben mehr als genug für mich neue Ziele übrig: heute stehen mit der Rappenklammspitze sowie der Wechselspitze gleich zwei weitgehend unbekannte Gipfel auf meinem Programm.

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