Berg-Ge(he)n

Col di Lana

Der dritte Urlaubstag im Gadertal bringt endlich richtig schönes Wetter mit. Dieses Mal mit dem Bus fahre ich erneut zum Valparolapass und freue mich auf eine recht gemütliche Wanderung über viele Wiesen zum Col di Lana. Dieser südlichste Gipfel der Fanesgruppe ist trotz seiner geringen Höhe ein vorzüglicher Aussichtspunkt. Im Gebirgskrieg in den Dolomiten wurde deshalb der Gipfel auch auf’s Heftigste umkämpft und mehrfach gesprengt – nicht zu unrecht trägt der Col di Lana im Italienischen auch den Beinamen „Col di Sangue“.

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Kleiner Lagazuoi

Über den Kaiserjägersteig wurden im Gebirgskrieg die österreichischen Stellungen auf dem Kleinen Lagazuoi versorgt. Der Steig ist hundert Jahre später nicht mehr im Originalzustand, sondern wurde zwischenzeitlich nach heutigen Erfordernissen versichert. An der Einschätzung der Schwierigkeit scheiden sich aber die Geister: falls es überhaupt ein Klettersteig ist, wie schwer ist er? Vorsichtshalber habe ich die Klettersteigausrüstung eingepackt …

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Hexenstein

Gleich der erste Urlaubstag im Gadertal bringt eine schlechte Wettervorhersage mit – aber erst ab Mittag. Genau für solche Tage habe ich mir im Vorfeld ein paar Gedanken gemacht und habe ausreichend Ideen im Gepäck: der Hexenstein ist nur einen Katzensprung vom Valparolapass entfernt und somit genau der richtige Gipfel für eine kurze Tour!

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Bergurlaub 2020 im Gadertal

Kaum ist die Bergsaison 2019 vorbei, beginne ich bereits mit der Planung des nächsten Sommerurlaubs. Traditionellerweise wird mich dieser wie jedes Jahr nach Südtirol führen, für das Jahr 2020 fällt die Wahl auf das Gadertal. Die Auswahl eines Quartiers ist zunächst gar nicht so einfach, gelingt dann aber doch problemlos. In den folgenden Monaten bleibt es aber Dank der bereits seit Juli wieder steigenden Corona-Zahlen spannend, ob es nicht doch noch zu gravierenden Einschränkungen kommen könnte …

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Steinschlag an der Lamsenspitze

Bei fast allen Bergwanderungen und Bergtouren bleiben die Gefahren der Bergwelt glücklicherweise abstrakt. Wie häufig habe ich schon routiniert zu einer Seilversicherung gegriffen, ohne dass ich auch nur ansatzweise diese benötigen würde? Wie oft den Berghelm auf- und nach der Tour wieder abgesetzt, ohne dass ich auch nur den kleinsten Felssplitter durch die Luft fliegen gesehen habe? Ist nicht oft die An- und Abreise gefährlicher als die Tour selbst?

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Tour des Monats 09/2020: Pleisenspitze

Die höchsten Gipfel des Karwendels erfordern oft einige Mühen: lange Anmarschwege und viel Schutt sind prägend für diese faszinierende Gebirgsgruppe. Die Pleisenspitze gehört zu den wenigen der höchsten Gipfel, die sich an einem einzigen Tag ohne die Verwendung eines Mountainbike erreichen lassen. Dabei ist der Spätsommer die ideale Zeit, um diesem aussichtsreichen Eckpfeiler der Hinterautal-Vomper-Kette einen Besuch abzustatten: das Wetter jetzt stabil genug und ein möglicher Wintereinbruch noch wenige Wochen entfernt.

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Wie das Auracher Köpfl meinen Feierabend rettet

An den langen Sommerabenden sind die Gipfel am Voralpenrand beliebte Tourenziele. Ende Juli nehme ich mir an einem schönen Freitag Abend den Ostgrat der Brecherspitze vor. Pünktlich bin ich um kurz vor 16:00 am Münchner Hauptbahnhof und finde ein ruhiges Plätzchen in der zunächst noch pünktlichen BOB. Leider bleibt diese schon nach wenigen hundert Metern Fahrtstrecke vor der Donnersberger Brücke lange vor einem roten Signal stehen. Schon in München ist klar: der Anschluss in Fischhausen-Neuhaus zum letzten Bus des Tages in Richtung Spitzingsattel wird knapp werden …

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Tour des Monats 08/2020: Sonnjoch

An heißen Sommertagen versprechen hohe Gipfel angenehme Temperaturen. Bei einer Gipfelhöhe von mehr als 2.400 m weht um das Sonnjoch im östlichen Karwendel immer eine angenehme Brise. Das hat sich natürlich längst herumgesprochen, auf der weiten Gipfelfläche findet sich aber immer ein ruhiges Plätzchen mit Aussicht. Und die ist wirklich umfassend: vom Achensee im Osten über die Münchner Hausberge im Norden bis zu den Nordwänden der nahen Hinterautal-Vomper-Kette. Abwechslungsreicher könnte das Panorama also nicht sein!

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